Mathe, Mode & mentale Überforderung

Der Versuch mir Schnittkonstruktion und Modelgestaltung beizubringen.

Ich lerne: Ein Lineal ist nicht einfach ein Lineal, sondern ein „Masserl mit Maßstab 1:3“. (weil warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht?). Dazu ein Kurvenlineal (das aussieht, als hätte es eine Identitätskrise), ein 30 cm langes Geodreieck.

Dann ging’s ans Eingemachte: Hüftumfang, Taillenumfang, Rocklänge und Abnäher. Letztere haben Regeln – 1/10 des Taillenumfangs, falls ihr euch fragt, wie tief der Abnäher sein darf. Spoiler: Nicht so tief, dass der Rock auseinanderfällt.

– klingt schon nach einer Fremdsprache mit Zollstockdialekt.

Aha. Ich rechne, messe, starre.

Sie zeichnet.

Am Ende hat sie eine Zeichnung, die aussah wie ein modernes Kunstwerk (mir schwirrte der Kopf) – und ich ein Trauma 

Fazit: Mein Kind ist entweder ein genialer zukünftiger Modedesigner oder hat mich gerade erfolgreich in den Wahnsinn getrieben. Ich bin stolz. Und verwirrt.

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