Beim Frühstück heute wieder charmant mit dem Küchenchef geflirtet.
Man muss ja seine Ressourcen kennen.
Zwischen Kaffee, Brot und therapeutischem Gruppenschnuppern frage ich ihn beiläufig nach den Rezepten für das göttliche Apfeltiramisu und das sündhafte Schokoladen-Mousse.
Er lehnt sich vor, als würde er mir Staatsgeheimnisse verraten: „Schreib mir einen Zettel. Oder einen Brief. Gib ihn einer Servicekraft. Und ich lasse dir die Rezepte ins Therapie-Postfach bringen.“
Challenge accepted.
Und weil ich natürlich nicht einfach „Bitte Rezept“ kritzle wie ein hilfloser Zivilist, sondern literarisch voll eskaliere, habe ich den inneren Cyrano de Bergerac beschworen. Theatralisch, dramatisch, emotional überzuckert.


Jetzt warte ich wie ein Dessert-Spion auf diskrete Post. Sollten diese Rezepte eintreffen, war’s ein kulinarischer Triumph.
Wenn nicht…
muss ich wohl doch länger bleiben. Rein therapeutisch, versteht sich 😉