Zeit, Emotionen und Weihnachtspyjamas: Ein Blogbeitrag, der alles hat, außer einem roten Faden

Die Zeit vergeht – Und mit ihr die Illusion, es wäre emotional alles „im grünen Bereich“. Ich habe mich selbst durch mein Emotionen-Tagebuch entdeckt. Vor einem Monat hätte ich noch gesagt: „Alles gut, alles im grünen Bereich.“ Inzwischen aber eher moosig als grün, regenbogenfarben, glitzernd etc. Heute weiß ich auch: Ich bin ein Meister darin, mich über Straßenbahnen zu ärgern, die mir davonfahren. Dabei habe ich Gleitzeit. Reife Leistung. 🚊 Ironie des Schicksals, oder?

Meine Direktheit hat dann auch gleich den Chef erwischt – Thema „Du“.

Ergebnis: Wir duzen uns jetzt, (Chef, Kollegin und ich) und haben eine eigene Messenger-Gruppe und ich bin offiziell in Gruppe Nr. 8 gelandet. (falls jemand mitzählen möchte.) Karriere kann so einfach sein. 🤪

Weihnachten kommt näher. X-mas-Feeling? Fehlanzeige.

Aber seien wir ehrlich: Es geht nicht um Lametta, sondern um die Zeit mit Lieblingsmenschen. Und wenn diese Zeit im kitschigen Weihnachtspyjama, mit fragwürdigem Essen, liegend vorm Fernseher stattfindet – dann ist das halt High Quality Christmas. 📺 – Hauptsache, wir sind zusammen. 

Lesen ist übrigens auch so eine Sache. Warum lese ich Bücher? Weil ich mir etwas daraus merken möchte. Bedeutet: Konzentration. Fokus. Gehirn an. Sonst weiß ich nicht, worum es geht. Es gibt aber auch Menschen, die einfach draufloslesen und sich überraschen lassen. Mutige Menschen. Wer sind diese magischen Wesen?

Ich brauche zumindest eine grobe Ahnung, sonst bin ich auf Seite 30 und frage mich, wer eigentlich tot ist und warum.

Nun kommen die Tage des Königs – mögen sie gesegnet sein. Herr der Ringe-Fans wissen Bescheid. 

Kitsch, Pathos, Happy End. Einmal alles zum mitnehmen. Es geht doch nichts über ein paar kitschige, schnulzige Happy-End-Szenen. 

Das echte Leben hat davon nämlich viel zu wenig. Oder wir übersehen es. Erkennen es nicht. Oder wir scrollen drüber. Who knows. 😉

Bilbo sagte mal zu Frodo: „Es ist eine gefährliche Sache, aus deiner Tür hinauszugehen.“

Stimmt.

Aber drinnen bleiben und sich über Straßenbahnen ärgern ist auch keine Lösung.

Manchmal führt der Weg zur Straßenbahn, manchmal zum Chef-Duzen – und manchmal einfach ins Wohnzimmer, im Weihnachtspyjama. Happy End inklusive. 🤪

Bürokratie, Bauchschmerzen & Besinnlichkeit – Ein Weihnachtsmärchen

Die letzten Tage? Ein bunter Mix aus „spannend“, „interessant“ und „wir warten noch immer auf die richtigen Klickrechte“. Da wird noch an meinen Berechtigungen gedreht wie an einem Rouletterad. Meine Berechtigungen werden inzwischen offenbar auf höchster Ebene verhandelt – ich nehme an, mit Protokoll, Stempel und Weihwasser. – Hauptsache, die Chefetage hat ihren Spaß. 

Zwei Weihnachtsfeiern später weiß ich:

Feier eins – All inclusive, Tanzen mit wildfremden Menschen, Gespräche, Gelächter, Lebensfreude.

Feier zwei – Ehemalige, die höflich interessiert nachfragen, wie es uns Ausgeschiedenen so geht. Spoiler: Die Probleme der alten Firma sind noch da. Überraschung des Abends: exakt null. Warum ich dachte, das würde sich ändern, bleibt ein Mysterium.

Dazwischen Essen mit lieben Menschen. Zu viel. Immer zu viel. Aber aus Liebe, also zählt es nicht. Ergebnis: Ein Bauch, der jetzt offiziell als Weihnachtsdekorationdurchgeht. 

Elternsprechtag: Kein Drama, erfolgreich. Keine negativen Überraschungen. Mein Kind ist offenbar dort gelandet, wo es hingehört, nur strahlende Lehrer. Mein Kind ist also nicht der Albtraum der Klasse – Erfolg! Man atmet hörbar auf.

Und heute? Kitschige Weihnachtsfilme, völlig entspannt. Glitzer, Drama, Happy End. Alles perfekt – Außer mein Leben.

Fazit: Aber hey – das Leben läuft. Irgendwie.  

Manchmal eben nur mit Leseberechtigung, aber es läuft. 🎄

„Realitätsabgleich“

Was soll ich sagen – die Arbeit läuft. Mein PC-Account steht mittlerweile auch… zumindest so halb. Ich habe eine funkelnde Leseberechtigung, die laut IT anscheinend völlig ausreicht, um den medizinischen Alltag souverän zu dokumentieren. Vollzugriff? Ach bitte. Wahrscheinlich glaubt die IT fest daran, dass Dokumentation überbewertet ist – frei nach dem Motto: Wenn’s wichtig wäre, würden wir’s eh merken.

Neulich in der Straßenbahn hab ich dann unbeabsichtigt ein Sozialexperiment belauscht:

Eine Gruppe junger Frauen diskutierte ernsthaft über die Arbeitskleidung von handwerklichen Berufen – als wär’s die neue Paris Fashion Week. „Also Zimmerer, ja, aber Elektriker? Ufff.“ Ich war kurz davor, ihnen einen Kittel zu empfehlen. Unisex, praktisch, steht jedem.

Noch besser war aber das Gespräch zweier Männer, von denen einer meinte, der andere sehe aus, als hätte er sich Botox reinschießen lassen. Spoiler: Die eingeschränkte Sicht lag vermutlich weniger am glatten Stirnrelief und mehr am Dosenbier, das beide wie olympische Fackeln in den Händen hielten.

Heute ist mir jedenfalls wieder klar geworden:

Ich bin müde von der Arbeit – aber ich vermisse keinen einzigen Funken Gossip. Keine Intrigen, kein „Hast du gehört?“, kein Hinter-dem-Rücken-Gesäusel. Keine Wurschtigkeit, bei der nichts Konsequenzen hat und jeder tut, was er will, weil… ja, warum eigentlich?

Stattdessen mache ich Blutabnahmen mit exakt getimtem Zeitprofil, als würde ich die olympischen Spiele der Venen punktgenau organisieren. Und ich sag’s ganz ehrlich: Dieser Stress ist mir tausendmal lieber als jede Küchendragona-Soap-Opera von früher.

Reality-Check – Study Nurse trifft „Bitte einmal alles mit Hirn und ohne Drama“. 👍

Tag 7 im neuen Job – und ja, ich sitze PC-technisch weiterhin wie ein digitaler Nomade ohne WLAN da.

Während mein Zugang irgendwo im Administrations-Nirwana vor sich hinschlummert, hatte ich immerhin ein morgendliches Erfolgserlebnis: zwei Patientinnen erfolgreich für die Studie rekrutiert. Immer wieder faszinierend, wie schnell „Material, das sonst entsorgt würde“ plötzlich heiß begehrte Wissenschaft wird. Recycling auf klinische, akademische Art – Mother Nature wäre stolz.

Dann folgte eine frostige Romanze mit mehreren –80°C-Kühlschränken. Mein persönliches Date mit der Arktis, nur ohne Eisbären, dafür mit hochmotivierten Proben, die sich garantiert niemals verweigern.

Das Highlight des Tages? Ein überraschend warmes, wertschätzendes Gespräch mit meinem unmittelbaren Chef, der nun persönlich meinen PC-Zugang urgiert. (Spoiler: Ob er weiß, dass ich mittlerweile schon mit Rauchzeichen kommuniziere?) Wenn er sich schon kümmert, besteht vielleicht Hoffnung, dass ich irgendwann nicht mehr nur zuschauen, sondern auch klicken darf.

Und ja – gern arbeiten zu gehen ist tatsächlich möglich.

Fazit: I’m loving it.

Wochenende überlebt – trotz Zivilisation, Haushalt und sozialer Interaktionen.

Ah, das Wochenende – diese magische Zeit, in der man endlich all die Dinge erledigt, die man unter der Woche ignoriert. Samstag: Mutig mit Kind in die Shopping-Hölle gezogen, bis die Menschenmassen uns freundlich rausekelten. Der Punkt kam, an dem wir beide beschlossen haben, dass Menschen einfach überschätzt werden.

Danach Wäsche gemacht, weil sie sich ja bekanntlich nicht selbst faltet (frech eigentlich). – und weil nichts so sehr nach „Erwachsensein“ schreit wie ein Berg sauberer Socken. 

Sonntag: Wohnung aufgeräumt (aka „Ich verstecke das Chaos in Schränken“). Einen Spaziergang hingelegt, der fast schon nach „Outdoor-Mensch“ klang – Hauptsache, die Schritte im Fitness-Tracker stimmen. Dem Nachbarnpärchen einen großen Gefallen getan … (Fragt nicht, es war harmlos.😉). 

Dann das Highlight: mit einer ehemaligen Kollegin telefoniert, die aktuell privat so aufblüht, dass ich beinahe Sonnenschutz gebraucht hätte. Wirklichich hab mich selten so ehrlich für jemanden gefreut. 🤗

Zur emotionalen Abrundung: und weil’s nie zu früh für Kitsch ist liefen die ersten Weihnachtsfilme. (Spoiler: Alle enden mit Kuss im Schnee. Wer hätte es gedacht? ) Ja, ich hab’s getan. Nein, ich bereue nichts.

Jetzt geht’s gestärkt in die neue Woche – bereit für Herausforderungen, Aufgaben und die Erkenntnis, dass ich neue Wissenslücken füllen darf. Also dann: Neue Woche. Los geht’s – Kaffeemaschine an, Motivation bitte folgen.

Ein kleines Detail, das ich in der Euphorie des Wochenend-Überlebens und Wochenstart-Mutes fast vergaß: Schlaf. Dieses mystische Konzept, das angeblich Wunder wirkt, Konzentration fördert und verhindert, dass man Montag früh Menschen grundlos anknurrt.

Also ja: Kurz ins Bett kippen, Augen zu, Lebensgeister rebooten.

Könnte tatsächlich nützlich sein – rein theoretisch. Praktisch sowieso.

Globaler Zuckerschock – Niedlichkeitstrend aus Asien

– oder wie man die Welt mit süßen Monstern und knalligen Farben erobert. 

Der asiatische Kawaii-Trend überschwemmt die Welt – von rosa Plüschmonstern bis zu Steinskulpturen mit Kulleraugen. Alles niedlich, alles bunt, alles so harmlos, dass selbst die Apokalypse darin wie ein Kindergeburtstag wirkt.

Kawaii ist mehr als nur ein Trend, es ist eine Lebensweise, eine Flucht aus der Realität in eine Welt, in der alles niedlich, bunt und irgendwie auch ein bisschen absurd ist. Labubu-Plüschtiere? Check. Monumental niedliche Steinskulpturen? Check. Ein künstlich gestaltetes WC, das aussieht, als hätte ein Regenbogen 🌈 darauf geniest? Doppelcheck. 

In Rotterdam 🇳🇱 gibt’s jetzt eine Ausstellung, die so niedlich ist, dass man fast vergisst, dass die reale Welt existiert, wie ein LSD-Trip in Pastell. J-Pop-Musik, kindliche Unschuld und handwerkliche Meisterwerke – hier wird Kunst nicht nur angeschaut, sondern gefühlt. Und wenn du dich fragst, ob ein Plüschtier oder ein fröhlicher Farbtropfen wirklich glücklich machen kann: Die Antwort ist ja. Zumindest solange, bis du wieder vor deiner Steuererklärung sitzt. 

Vielleicht ist das das Geheimnis: Wenn dir die Welt zu viel wird, sie einfach in ✨ Glitzer und J-Pop ertränken. Realitätsflucht – aber bitte cute.

Also, tauch ab in die Fantasiewelt, lass die Realität hinter dir und erinnere dich daran, dass manchmal ein niedliches Monster aus Stein alles ist, was man braucht, um den Tag zu retten. 🎨🧸✨

Breaking News aus dem „Studien-Dschungel“

Heute habe ich offiziell eine Blutabnahme erfolgreich versenkt – Skill confirmed, Applaus bitte.

Dafür habe ich mich im Papierkram und den Patient*innen-Mappen so tief vergraben, dass ich jetzt vermutlich als Teilzeit-Akte gelte.

Der PC-Zugang?

Ja… der Zugang.

Man kann mir E-Mails schicken, klar – ich bin quasi ein digitales Schwarzes Loch.

Empfangen: ja.

Öffnen: nein.

Lesen: absolut nicht.

Antworten: hahahaha. “ Ironie? Absolut.

Ich bin also aktuell nicht einmal im Read-Only-Modus – komplett kompatibel mit 1998, aber top motiviert.

Fazit: Die Technik ist bereit. Ich auch. Der Rest? Mystery. 💻

„Wie man im Chaos badet, ohne nass zu werden“

Geordnet, geschlichtet, Ablaufdatum kontrolliert – und das alles ohne Kaffeeinfusion.

Worte wie Cerclage, Zervix, Sectio und Präeklampsie begegnen mir mittlerweile fast täglich, dass ich bald Latein für Angeber als Zweitsprache angeben kann.

Kontrolltermin telefonisch vereinbart – natürlich ohne eigenen PC-Zugang, denn wer braucht schon IT, wenn man Improvisation als Kernkompetenz hat.

Und dann der Professor, der per Messenger fragt, wie‘s uns geht – fand ich persönlich sehr wertschätzend (er ist aktuell außer Haus…)

Kollegin meldet uns kurzerhand zur Weihnachtsfeier an („Nein, Alkohol ist kein Desinfektionsmittel!“). 

Neues Highlight: Ich wurde heute in die nächste WhatsApp-Arbeitsgruppe aufgenommen. Ich wachse quasi digital in die Rolle hinein. Willkommen im Club der digitalen Überforderung.

Fazit des Tages: Ich hab mich nicht verlaufen. (Spoiler: Und das, meine Freunde, ist heute mein größter Erfolg.)

Läuft also. Sogar in die richtige Richtung.

Blut, „Tränen“ & WhatsApp-Gruppe – Ein Tag in der neuen Arbeitswelt

Heute fühlte ich mich schon fast produktiv – und das, obwohl ich einen intravenösen Zugang glorreich versemmelt habe.

Ein gescheiterter Venenangriff. Die Vene war zum Greifen nah, doch das Blut entschied: „Nur gegen Vorauskasse!“ Erst als ich die Kanüle wehmütig verabschiedete, floss es in Strömen. Der zweite Treffer? Gelang meiner Kollegin. Mein Ego? Dezent blutig angeschlagen.

Danach gabs im Minutentakt Blutentnahme nach Spezial-Zeitplan – quasi Speed-Dating mit Venen. („Frequent Flyer“-Programm inklusive.)

Weiters durfte ich heute:
✔ Mich in der Besprechung als „anwesend“ markieren.
✔ Mein Arbeitszimmer mit „Gefängnis-Charme“ ausstatten.
✔ Offiziell in eine Arbeits-WhatsApp-Gruppe aufgenommen werden – In der heutigen Zeit wohl das inoffizielle Äquivalent zum Dienstvertrag.


Fazit: Ich weiß heute mehr als gestern, fühle mich weniger wie eine Statistik und habe gelernt, dass Venen manchmal einfach Drama Queens sind. Happy Day & zufrieden! 🩸💉

„Von null auf Studie – zwischen Proben und Bürokratie“

Neu im Reich der Studientätigkeit – klingt glamourös – ist es auch.

Ich lerne täglich Neues: zum Beispiel, dass „Screening Visit“ nichts mit Augenarztterminen zu tun hat und „Query resolved“ das neue „Halleluja“ ist.

Auch heute wieder viele neue Gesichter gesehen – oder mein Alzheimer light hat wieder zugeschlagen. Schwer zu sagen.

Ein frisch geschlüpftes Baby bestaunt, zwei lautstark gehört (die Lunge funktioniert scheinbar tadellos).

Dazwischen: ab ins Wartespiel vor dem OP-Saal. Warten worauf? Auf warmes, weiches Gewebe, das man dann liebevoll in ein Sackerl packt, etikettiert und im Kühlschrank verstaut (Ja, ich bin quasi der Lieferando für Bioproben) wo es zur weiteren Verwendung wartet.

Kaffee intravenös, Protokolle befolgt, Reverse unterschreiben lassen, ich arbeite hier für die Forschung – oder erforscht mich das System gerade selbst?

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