„Nacht der 1000 Lichter“ im Stift Göttweig – beeindruckend, fast mystisch. Kerzen 🕯️überall, sanfte Musik, andächtige Gesichter. Kurz dachte ich, ich hätte die innere Ruhe gefunden – Erleuchtung ✨ hat eben viele Formen.
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Freiheit auf Rezept
Nach der letzten Moorbehandlung noch schnell die Massage – pure Seligkeit mit therapeutischem Tiefgang. Dann: wieder eine offizielle Erlaubnis, alleine zu walken. Also kurz ins Zimmer, duschen, Kopfhörer rein – John Denver & Placido Domingo: „Perhaps Love.“ Ich schreite übers Gelände wie eine befreite „Wellness-Gefangene“. „The memory of love will bring you home“ – na„Freiheit auf Rezept“ weiterlesen
Hirntraining – oder Gedächtnis-Marathon?
Ah, der Morgen in der psychiatrischen Reha – eine Zeit, in der sich Kreativität und Verwirrung die Hand reichen. Unsere Trainerin, die fest davon überzeugt ist, dass dies unser Gedächtnis auf Vordermann bringt. Heute: Ein Memory-Spiel der besonderen Art. Zwei Gruppen, je ein Blatt Papier mit 16 Symbolen, Wörtern, chemischen Formeln und Punkten, die wir uns„Hirntraining – oder Gedächtnis-Marathon?“ weiterlesen
Digitale Detox Deluxe – oder: Mein Handy hat jetzt auch Therapie 📵
Heute Vortrag über digitale Medien. Erkenntnis des Tages: Influencer verkaufen Illusionen, KI löst angeblich alles (außer echte Probleme), und wir sollen versuchen „neutral hinzusehen“. hier die ultimativen Tipps: „Handy weglegen!“ – Ein revolutionärer Gedanke. Fast so radikal wie der Vorschlag, „Atmen nicht vergessen!“ „Keine Bankgeschäfte übers Handy!“ – Weil wir eh kein Geld haben. Und„Digitale Detox Deluxe – oder: Mein Handy hat jetzt auch Therapie 📵“ weiterlesen
Psychiatrischen Reha – Wo die Realität auf Trash-TV trifft
Heute neue Patienten eingetroffen: – frisch wie ein Reality-Show-Casting. Eine Patientin, die aussieht, als hätte Suzanne Grieger und Dita Von Teese ein Kind bekommen… und es dann bei „Germany’s Next Topmodel – Psychiatrie-Edition“ abgegeben. Sie betritt den Speisesaal mit der Aura einer Filmdiva, die eigentlich nur hier ist, weil ihr Therapeut gesagt hat: „Sie brauchen„Psychiatrischen Reha – Wo die Realität auf Trash-TV trifft“ weiterlesen
Turm des Grauens und andere Frühschichten
Wette verloren – ohne Einsatz, aber mit angeschlagenem Ego. Mein Mitpatient meinte, wir sind heute zu acht, ich zu sechs. Er hatte recht. (Unnötig zu erwähnen: Ich hasse es, wenn Leute recht haben, die nicht ich bin 🙂 ) Aktivierung am Morgen in der psychiatrischen Reha – ein Ort, an dem selbst ein simples Spiel„Turm des Grauens und andere Frühschichten“ weiterlesen
“Erwachsenwerden für Fortgeschrittene – jetzt mit finanzieller Realität!”
Ah, die Basis-Sesselgruppe – der Ort, an dem Erkenntnisse blühen wie Gänseblümchen auf einem Minenfeld. Heute in der Basisgruppe: große Augen, zittrige Stimmen und die Frage aller Fragen – “Was mache ich eigentlich nach der Reha?” (Spoiler: Niemand weiß es. Alle schauen betreten auf ihre Schuhe, als würden die plötzlich Bewerbungen schreiben können.) Die finanzielle„“Erwachsenwerden für Fortgeschrittene – jetzt mit finanzieller Realität!”“ weiterlesen
Die Baustelle der Seele
Gruppenaustausch beim Abendessen in der psychiatrischen Reha. Ein Mitpatient fasst die Erfahrung treffend zusammen: „Hilf dir selbst.“ Da wird an jeder Ecke der Psyche gebuddelt, Schlaglöcher der Vergangenheit aufgerissen und Verkehrsknotenpunkte der Emotionen gesperrt. Gefühlt wurden hier Baustellen eröffnet, von denen man nicht mal wusste, dass man Grundstücksbesitzer ist. Innere Kind-Einfahrt? Aufgerissen. Selbstwert-Tunnel? Gesperrt. Grenzen„Die Baustelle der Seele“ weiterlesen
Goldene Hochzeit – oder „lebenslänglich mit Bewährung“
Neulich in der Cafeteria: Unsere allseits beliebte, dauer-grantige Rollator-Lady feierte ein Jubiläum. Wir tippen auf Goldene Hochzeit. 50 Jahre. Oder, wie wir es hier nennen: „50 Jahre ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden…“ Während sie mit ernstem Blick Weisheiten und Geschichten aus dem Leben erzählte, zog ihr Gatte es vor, den Abend„Goldene Hochzeit – oder „lebenslänglich mit Bewährung““ weiterlesen
Reha Reality-Krümel – Die große Flucht vor dem Zwangs-Abend
Noch zehn Tage. 10 Tage in dieser Parallelwelt, in der fremde Menschen mit unterschiedlichsten Bruchlandungen des Lebens versehentlich in derselben Warteschleife gelandet sind. Noch knapp zehn Tage bis zum Entlassungs– äh… Ende der therapeutischen Vollpension. Und zack – da ist er. Der eine. Der Sozial-Event-Organisator. Und was macht die Gruppe, wenn der erste einen Anflug„Reha Reality-Krümel – Die große Flucht vor dem Zwangs-Abend“ weiterlesen