Beim Abendessen mit Gleichgesinnten hab ich heute meinen ganz persönlichen Bildungsauftrag erfüllt. Wie wir thematisch von der „Genussinsel“ und einer nackten Frau zur Männerunterwäsche kamen, weiß keiner mehr so genau – wahrscheinlich Gruppendynamik mit Nebenwirkungen. Jedenfalls wurde während einer Therapiepause im Scherz der Stringtanga eines männlichen Mitpatienten erwähnt (Spoiler: genau die Sorte Moment, in der„Von der Genussinsel zum Candy-Tanga – Bildungsauftrag erfüllt! 🍬🩲“ weiterlesen
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Freiheit auf Rezept
Nach der letzten Moorbehandlung noch schnell die Massage – pure Seligkeit mit therapeutischem Tiefgang. Dann: wieder eine offizielle Erlaubnis, alleine zu walken. Also kurz ins Zimmer, duschen, Kopfhörer rein – John Denver & Placido Domingo: „Perhaps Love.“ Ich schreite übers Gelände wie eine befreite „Wellness-Gefangene“. „The memory of love will bring you home“ – na„Freiheit auf Rezept“ weiterlesen
Digitale Detox Deluxe – oder: Mein Handy hat jetzt auch Therapie 📵
Heute Vortrag über digitale Medien. Erkenntnis des Tages: Influencer verkaufen Illusionen, KI löst angeblich alles (außer echte Probleme), und wir sollen versuchen „neutral hinzusehen“. hier die ultimativen Tipps: „Handy weglegen!“ – Ein revolutionärer Gedanke. Fast so radikal wie der Vorschlag, „Atmen nicht vergessen!“ „Keine Bankgeschäfte übers Handy!“ – Weil wir eh kein Geld haben. Und„Digitale Detox Deluxe – oder: Mein Handy hat jetzt auch Therapie 📵“ weiterlesen
Turm des Grauens und andere Frühschichten
Wette verloren – ohne Einsatz, aber mit angeschlagenem Ego. Mein Mitpatient meinte, wir sind heute zu acht, ich zu sechs. Er hatte recht. (Unnötig zu erwähnen: Ich hasse es, wenn Leute recht haben, die nicht ich bin 🙂 ) Aktivierung am Morgen in der psychiatrischen Reha – ein Ort, an dem selbst ein simples Spiel„Turm des Grauens und andere Frühschichten“ weiterlesen
“Erwachsenwerden für Fortgeschrittene – jetzt mit finanzieller Realität!”
Ah, die Basis-Sesselgruppe – der Ort, an dem Erkenntnisse blühen wie Gänseblümchen auf einem Minenfeld. Heute in der Basisgruppe: große Augen, zittrige Stimmen und die Frage aller Fragen – “Was mache ich eigentlich nach der Reha?” (Spoiler: Niemand weiß es. Alle schauen betreten auf ihre Schuhe, als würden die plötzlich Bewerbungen schreiben können.) Die finanzielle„“Erwachsenwerden für Fortgeschrittene – jetzt mit finanzieller Realität!”“ weiterlesen
Die Baustelle der Seele
Gruppenaustausch beim Abendessen in der psychiatrischen Reha. Ein Mitpatient fasst die Erfahrung treffend zusammen: „Hilf dir selbst.“ Da wird an jeder Ecke der Psyche gebuddelt, Schlaglöcher der Vergangenheit aufgerissen und Verkehrsknotenpunkte der Emotionen gesperrt. Gefühlt wurden hier Baustellen eröffnet, von denen man nicht mal wusste, dass man Grundstücksbesitzer ist. Innere Kind-Einfahrt? Aufgerissen. Selbstwert-Tunnel? Gesperrt. Grenzen„Die Baustelle der Seele“ weiterlesen
Reha Reality-Krümel – Die große Flucht vor dem Zwangs-Abend
Noch zehn Tage. 10 Tage in dieser Parallelwelt, in der fremde Menschen mit unterschiedlichsten Bruchlandungen des Lebens versehentlich in derselben Warteschleife gelandet sind. Noch knapp zehn Tage bis zum Entlassungs– äh… Ende der therapeutischen Vollpension. Und zack – da ist er. Der eine. Der Sozial-Event-Organisator. Und was macht die Gruppe, wenn der erste einen Anflug„Reha Reality-Krümel – Die große Flucht vor dem Zwangs-Abend“ weiterlesen
Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe
Gegen 8 Uhr treffen sich hier ein paar wackere Gestalten zur Morgenaktivierung. Die anderen? Haben sich selbstverständlich abgemeldet. Gesundheitlich angeschlagen, versteht sich. Nicht simuliert – nur zufällig immer dann, wenn Bewegung droht. Besonders bei den jüngeren Semestern, die sich eher für einen Schlafmarathon als für sportliche Betätigungen interessieren. Der Feind: Der Tennisball 🎾 Heute war„Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe“ weiterlesen
Fidget Toys, Pups-Spray und die Militär-Physio
Heute in der Fokusgruppe: Die heilige Halle der „Skills“. Ich habe sämtliche Fidget-Tools nicht nur gesehen, sondern auch von Hand zu Hand gereicht bekommen. Die Spekulation erübrigt sich: Anschließend vollzog ich ein Händewasch-Ritual, das jeden Chirurgen vor der Herz OP blass aussehen ließ. Beunruhigend fand ich nur eins: Wir haben das meiste davon schon zuhause.„Fidget Toys, Pups-Spray und die Militär-Physio“ weiterlesen
Konzentrations-Zirkus
Beim Konzentrations-Zirkus ging es öfters um theoretisches, sein oder nicht sein – oder eher Sein oder Schein, wer weiß das schon so genau. Das Körper, Psyche und das soziale Umfeld sich beeinflussen war mir spätestens seit dem Zeitpunkt bekannt, als ich mir einen Finger ein zwickte, und ohne Vorwarnung sofort Wasser in die Augen schoß,„Konzentrations-Zirkus“ weiterlesen