„Nordic Walking mit Erleuchtungstendenz“ Der Plan: Nordic Walking. Alleine. Ohne Therapeuten-Gruppe, ohne Mitpatienten. Ganz ohne Gruppe, ohne Smalltalk, ohne übermotivierte Pulsuhren-Träger. Nur ich, meine Playlist und das Reha-Gelände – quasi Luxusurlaub für Introvertierte. Das Gelände ist feucht, die Wege rutschig. Die kühle Herbstluft strömt mir in die Lunge, ich höre meine Playlist. Kein Mensch weit„Psychiatrische Reha. Tag irgendwas“ weiterlesen
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…endlich 🍿Popcorn-Kino in der Reha
Titel: Gruppen-Therapie oder „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ mit Tee und Taschentüchern. Willkommen in der Gruppentherapie, dem Ort, an dem sich die wahre Action der psychiatrischen Reha abspielt, gleich neben dem Raucherhof. Ein Mikrokosmos, der irgendwo zwischen einer schlechten Daily-Soap und einer Dreigroschenoper für Menschen mit Krankenkassentarif angesiedelt ist. Die geschiedene DZ-Mädels-Gang sitzt räumlich noch beisammen,„…endlich 🍿Popcorn-Kino in der Reha“ weiterlesen
Pointe des Tages: Die einzig wahre Therapie
Morgenaktivierung – Ping Pong für Fortgeschrittene (im Überleben) Vier Schläger, ein Ball – klingt harmlos. Spoiler: Ist es nicht. Ein Ball. Weiß, leicht, flink – bewegt sich wie der goldene Schnatz. Nur dass wir keine Zauberer sind. Nach exakt zehn Minuten trifft mein Teamkollege zielsicher nicht den Ball, sondern meinen Daumen. Von Vorteil, wenn man„Pointe des Tages: Die einzig wahre Therapie“ weiterlesen
Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe
Gegen 8 Uhr treffen sich hier ein paar wackere Gestalten zur Morgenaktivierung. Die anderen? Haben sich selbstverständlich abgemeldet. Gesundheitlich angeschlagen, versteht sich. Nicht simuliert – nur zufällig immer dann, wenn Bewegung droht. Besonders bei den jüngeren Semestern, die sich eher für einen Schlafmarathon als für sportliche Betätigungen interessieren. Der Feind: Der Tennisball 🎾 Heute war„Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe“ weiterlesen
Reha-Tagebuch, Montag der 13.te – Oder: Die Sache mit dem Eingemachten
Man könnte meinen, das Wochenende in der Rehaklinik sei ruhig. Weit gefehlt. Während die normale Welt bruncht, kämpfen wir hier gegen Dämonen. Die einen unsichtbar, im Kopf. Die anderen sehr sichtbar, an der Wand. Alle sitzen brav in ihren Stühlen, als ginge es um die Anordnung für ein offizielles Gruppenfoto. Während sich die anderen mit„Reha-Tagebuch, Montag der 13.te – Oder: Die Sache mit dem Eingemachten“ weiterlesen
Reha à la Carte
Heute ist therapiefrei. Gott sei Dank. Zeit, über das wirklich Wichtige zu schreiben: Das Essen. Denn was sind schon seelische Abgründe im Vergleich zur Wahl zwischen Augsburger und Polentaschnitte? Am ersten Tag erschien der Küchenchef höchstpersönlich, strahlend wie ein Fernsehkoch kurz vor der Werbepause. Er ging von Tisch zu Tisch, erkundigte sich nach Anreise, Befinden„Reha à la Carte“ weiterlesen
Futter für die Seele – oder warum mein Darm jetzt das Sagen hat
Ich betrete den Raum – ein bunter Haufen aus sämtlichen Reha-Gruppen, Der Geräuschpegel: ein akustisches Inferno von Munchs „Der Schrei“. Irgendwer lacht. Dauergeplauder und nervösem Kichern. Irgendwer rückt seinen Sessel, als ginge es um den Sieg im Formel-1-Startgrid. Und dann, als krönende Verzweiflung: Ein Soundtrack aus der eigenen, verdrängten Kindheit. „Quo Vadis“? Wirklich? Schön für sie.„Futter für die Seele – oder warum mein Darm jetzt das Sagen hat“ weiterlesen
Fidget Toys, Pups-Spray und die Militär-Physio
Heute in der Fokusgruppe: Die heilige Halle der „Skills“. Ich habe sämtliche Fidget-Tools nicht nur gesehen, sondern auch von Hand zu Hand gereicht bekommen. Die Spekulation erübrigt sich: Anschließend vollzog ich ein Händewasch-Ritual, das jeden Chirurgen vor der Herz OP blass aussehen ließ. Beunruhigend fand ich nur eins: Wir haben das meiste davon schon zuhause.„Fidget Toys, Pups-Spray und die Militär-Physio“ weiterlesen
Viren, Slow Motion Gehirnjogging und Veränderungsangst – Reha läuft
Mit dem Temperatursturz startet das jährliche Viren-Mensch-Abklatsch-Festival. Husten, Schnupfen und allgemeines Elend sind erfolgreich auf Asylsuche – herzlich willkommen! Zur Morgenaktivierung: Gehirnjogging. Klingt harmlos, fühlt sich aber an wie „Takeshi’s Castle“ in der Seniorenedition. Zwei Gruppen, ein Satz Memory-Karten, und ein Sportpädagoge, der glaubt, das trainiere unser Gedächtnis. Einer läuft, einer denkt, keiner weiß, was„Viren, Slow Motion Gehirnjogging und Veränderungsangst – Reha läuft“ weiterlesen
Die Geräuschkulisse fürs Innenleben
Um 7 Uhr morgens – erfolgte der feierliche Umzug vom Doppel- ins Einzelzimmer. Nur ich, meine Gedanken und die dezente Geräuschkulisse der Putzkolonne. Danach Frühstück – das hier übliche köstliche Reha-Buffet. Kurz nach 8 war dann mein wöchentliches Sahnehäubchen, der ‚Seelen-Service-Termin‘ bei dem ich in 50 Minuten Einzel-Gespräch-Therapie mehr über mich erfuhr, als in 5„Die Geräuschkulisse fürs Innenleben „ weiterlesen