Immer wieder sonntags…

Reha-Report: Sonntags-Gossip statt Gruppentherapie Therapiefrei – oder wie man hier sagt: endlich Zeit für die wahren Heilungsprozesse, Zeit für die einzig wahre Wahrheit: den menschlichen inoffiziellen Gossip… Da wäre zum Beispiel der männliche Kindergärtner, der beim Nordic Walken mit gespreizten Armen die Straße blockiert – als wäre er der letzte Schülerlotse des Planeten. Im Wald„Immer wieder sonntags…“ weiterlesen

Vortrag Selbstfürsorge – oder: Wer sorgt hier eigentlich für wen?

Ah, 9:00 Uhr. Die obligatorischen Samstag Vorträge beginnen. Thema: Selbstfürsorge: jener magische Moment, an dem wir alle gemeinsam beschließen, ab heute besser auf uns achtzugeben. Die Grundlage für diese erleuchtete Entscheidung? Drei Tassen Kaffee und ein gutes Frühstück. Die vier Säulen der Selbstfürsorge werden feierlich enthüllt: 1. Körper: Bedeutet laut Theorie ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung„Vortrag Selbstfürsorge – oder: Wer sorgt hier eigentlich für wen?“ weiterlesen

Reflexionsgruppe – oder: emotionale Kotzparty mit Rauchpause

Heute wieder Reflexionsgruppe. Das übliche: einer nach dem anderen kippt seine seelische Gülle in den Kreis – Gruppenkotzen in Reinform. Das offizielle Kotzbecken der Seele. Wo die Regale der Erinnerungen geöffnet und die Leichen aus dem Keller gezerrt werden. Ein Beispiel zum Thema Zwangsgedanken: mittags mit dem Suppenschöpfer an ein Glas gestoßen, sofort Kopfkino Deluxe„Reflexionsgruppe – oder: emotionale Kotzparty mit Rauchpause“ weiterlesen

Psychiatrische Reha. Tag irgendwas

 „Nordic Walking mit Erleuchtungstendenz“ Der Plan: Nordic Walking. Alleine. Ohne Therapeuten-Gruppe, ohne Mitpatienten. Ganz ohne Gruppe, ohne Smalltalk, ohne übermotivierte Pulsuhren-Träger. Nur ich, meine Playlist und das Reha-Gelände – quasi Luxusurlaub für Introvertierte. Das Gelände ist feucht, die Wege rutschig. Die kühle Herbstluft strömt mir in die Lunge, ich höre meine Playlist. Kein Mensch weit„Psychiatrische Reha. Tag irgendwas“ weiterlesen

…endlich 🍿Popcorn-Kino in der Reha

Titel: Gruppen-Therapie oder „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ mit Tee und Taschentüchern. Willkommen in der Gruppentherapie, dem Ort, an dem sich die wahre Action der psychiatrischen Reha abspielt, gleich neben dem Raucherhof. Ein Mikrokosmos, der irgendwo zwischen einer schlechten Daily-Soap und einer Dreigroschenoper für Menschen mit Krankenkassentarif angesiedelt ist. Die geschiedene DZ-Mädels-Gang sitzt räumlich noch beisammen,„…endlich 🍿Popcorn-Kino in der Reha“ weiterlesen

Pointe des Tages: Die einzig wahre Therapie

Morgenaktivierung – Ping Pong für Fortgeschrittene (im Überleben) Vier Schläger, ein Ball – klingt harmlos. Spoiler: Ist es nicht. Ein Ball. Weiß, leicht, flink – bewegt sich wie der goldene Schnatz. Nur dass wir keine Zauberer sind. Nach exakt zehn Minuten trifft mein Teamkollege zielsicher nicht den Ball, sondern meinen Daumen. Von Vorteil, wenn man„Pointe des Tages: Die einzig wahre Therapie“ weiterlesen

Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe

Gegen 8 Uhr treffen sich hier ein paar wackere Gestalten zur Morgenaktivierung. Die anderen? Haben sich selbstverständlich abgemeldet. Gesundheitlich angeschlagen, versteht sich. Nicht simuliert – nur zufällig immer dann, wenn Bewegung droht. Besonders bei den jüngeren Semestern, die sich eher für einen Schlafmarathon als für sportliche Betätigungen interessieren.  Der Feind: Der Tennisball 🎾 Heute war„Wenn Bälle deine Existenz infrage stellen und die Erkenntnis deluxe“ weiterlesen

Reha-Tagebuch, Montag der 13.te – Oder: Die Sache mit dem Eingemachten

Man könnte meinen, das Wochenende in der Rehaklinik sei ruhig. Weit gefehlt. Während die normale Welt bruncht, kämpfen wir hier gegen Dämonen. Die einen unsichtbar, im Kopf. Die anderen sehr sichtbar, an der Wand. Alle sitzen brav in ihren Stühlen, als ginge es um die Anordnung für ein offizielles Gruppenfoto. Während sich die anderen mit„Reha-Tagebuch, Montag der 13.te – Oder: Die Sache mit dem Eingemachten“ weiterlesen

Reha à la Carte

Heute ist therapiefrei. Gott sei Dank. Zeit, über das wirklich Wichtige zu schreiben: Das Essen. Denn was sind schon seelische Abgründe im Vergleich zur Wahl zwischen Augsburger und Polentaschnitte? Am ersten Tag erschien der Küchenchef höchstpersönlich, strahlend wie ein Fernsehkoch kurz vor der Werbepause. Er ging von Tisch zu Tisch, erkundigte sich nach Anreise, Befinden„Reha à la Carte“ weiterlesen

Futter für die Seele – oder warum mein Darm jetzt das Sagen hat

Ich betrete den Raum – ein bunter Haufen aus sämtlichen Reha-Gruppen, Der Geräuschpegel: ein akustisches Inferno von Munchs „Der Schrei“. Irgendwer lacht. Dauergeplauder und nervösem Kichern. Irgendwer rückt seinen Sessel, als ginge es um den Sieg im Formel-1-Startgrid. Und dann, als krönende Verzweiflung: Ein Soundtrack aus der eigenen, verdrängten Kindheit. „Quo Vadis“? Wirklich? Schön für sie.„Futter für die Seele – oder warum mein Darm jetzt das Sagen hat“ weiterlesen

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